Geschichte der Seelsorgestiftung

Frau Dr. Dorothea Greiner
Bildrechte: Wolfgang Böhm

Die Vorsitzende, Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner, berichtet:

Am 20. November 2010 wurde die Seelsorgestiftung Oberfranken errichtet. Alle Dekanatsbezirke im evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Bayreuth beteiligten sich am Stiftungsgrundstock. Damit war eine solide Basis für den Start dieser Stiftung geschaffen. Ich bin immer noch dankbar für diese Solidarität der Kirchengemeinden und Dekanatsbezirke.

Auslöser für die Errichtung der Seelsorgestiftung war meine Sorge um den Erhalt der jetzigen Telefonseelsorgestelle Ostoberfranken/Bayreuth. Die Finanzierung der Leitungsstelle war nicht mehr gesichert und ich wollte durch die Errichtung der Stiftung einen kontinuierlich wachsenden Finanzstrom für diese Stelle einrichten. Dank der Mitwirkung von vielen Menschen in unterschiedlichen Bereichen, insbesondere durch den Dekanatsbezirk Bayreuth-Bad Berneck ist das auch wirklich gelungen.

Die Präambel unserer Stiftungssatzung stellt die durch Christus ausgesprochene Verheißung voran. Sie leitet und trägt uns. Und sie nennt den Stiftungszweck:

Christus spricht: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will Euch erquicken.“ (Matthäus 11,28)

 

Menschen, die in seelische Nöte geraten sind, sollen seelsorgerliche Hilfe erfahren. Dafür setzt sich die Stiftung langfristig ein.

Zweck der Stiftung ist es, die Seelsorge im Kirchenkreis Bayreuth zu fördern. Dies bedeutet in erster Linie, wir setzen uns auch weiterhin dafür ein, die Telefonseelsorgestelle Ostoberfranken/Bayreuth zu erhalten. Gleichzeitig ist der Stiftungszweck weit gefasst. Andere Bereiche in der Seelsorge können und sollen auch, soweit das möglich ist, gefördert werden. Das können zum Beispiel Seelsorgeprojekte in Kirchengemeinden, Krankenhäusern, Justizvollzugsanstalten oder der Notfallseelsorge sein. In der Vergangenheit konnten wir das vor allem durch Zuschüsse zu konkreten Projekten realisieren.

Dr. Dorothea Greiner, Gisela Bornowski und Heidrun Piwernetz bei der Auslosung.
Bildrechte: Thomas Janovsky

Meist stand eine einzelne Projektförderung im Zusammenhang mit den Schwerpunktthemen des sogenannten „Jahresgottesdienstes“. Jedes Jahr am Gründungstag der Stiftung – dem Samstag vor dem Ewigkeitssonntag - feiern wir mit Freundinnen und Freunden, Förderern, Unterstützern und spontanen Besuchern einen thematischen Festgottesdienst. Dafür konnten wir hochkarätige Predigerinnen und Prediger gewinnen. Sie standen als Vertreter und als Fachleute für das jeweilige Thema. Um nur einige zu nennen: Kirchenrat Gerald Scheil (Schulseelsorge), Regionalbischöfin Gisela Bornowski (Seelsorge im ländlichen Bereich) oder Diakoniepräsident Michael Bamessel (Seelsorge an Geflüchteten). Im Kontext dieser thematischen Gottesdienste schafften wir Notfallrucksäcke für die Schulen im Dekanatsbezirk Hof an, förderten die Dorfhelferinnenstation in Münchberg oder übergaben Spenden für die Seelsorge an Geflüchteten in Neuenmarkt.

Jedes Jahr verlost die Stiftung beim Empfang nach dem Gottesdienst ein Workshop-Wochenende für einen Kirchenvorstand zum Thema Seelsorge bei der Christusbruderschaft in Selbitz. Kirchengemeinden, die die Stiftung mit einer Kollekte unterstützen nehmen an der Verlosung teil. Dieses Magazin wird mit Fotos unsere Projekte und Gottesdienste zeigen. Gerade in diesen Gottesdiensten zeigt sich wie vielfältig die Bereiche sind, in denen Seelsorge – oft verborgen und still - geschieht und dringend gebraucht wird.

„Die Seele ernährt sich von dem, worüber sie sich freut.“ (Augustin)
Die a-capella-Band VIVA VOCE
Bildrechte: Wolfgang Böhm

Seit 2016 laden wir regelmäßig unter dem Motto „Kultur für die Seele“ zu Kirchenkonzerten ein. Zwei Ziele werden damit verfolgt: Zum einen wollen wir werbewirksam die junge Stiftung bekannt machen. Zum anderen soll auch das Konzert selbst der Seele Gutes tun. Die Abende mit Künstlern wie die A-capella-Band Viva Voce, den Musikproduzenten Dieter Falk oder den Komödianten Volker Heißmann waren ein Genuss. Auch davon erhalten Sie eine Kostprobe im Magazin.

Am Ende vor allem eines: DANKE allen Mitstreiterinnen und Mitstreitern, die mit Ihren Fähigkeiten beigetragen haben, dass die Seelsorgestiftung sich in den vergangenen zehn Jahren so gut entwickeln konnte: Einzelpersonen, Kirchengemeinden und Dekanatsbezirke, Gerichte und Staatsanwaltschaften, Vereine und Firmen. Danke für Ihr Engagement, Ihre Zeit, Ihre Spenden und Zustiftungen. Damit können wir zuverlässig wichtige Seelsorgeprojekte fördern. In diesen zehn Jahren hat sich der Stiftungsgrundstock mehr als verdoppelt (über 263.000 € | Stand 31.10.2019). Das ist eine gute Entwicklung, um die Telefonseelsorge zu sichern und die Seelsorge zu fördern. Kommen Sie auf uns zu oder bleiben Sie dabei. Unterstützen Sie Seelsorge.